Experte besorgt – “Der Immobilienmarkt hat sich nach Merkels ’Wir schaffen das’ verändert”

Die Flüchtlingskrise könnte die Wohnsituation in Deutschland stark beeinträchtigen, gleichzeitig betet der Markt noch viele Chancen. Welche das sind, erklärt Bernd Leutner, Geschäftsführer des Hamburger Forschungsinstituts F+B im Gespräch mit FOCUS Online.

FOCUS Online: In Deutschland herrscht ein Immobilienboom, viele Städte sind nicht nur für Mieter, sondern auch für Käufer unbezahlbar geworden. Geht das 2016 so weiter?

Bernd Leutner: Dieser Eindruck trügt. Der größte Preisanstieg bei den Mieten ist vorbei. Sie sind bei der Neuvermietung nur noch um 2,4 Prozent gestiegen, bei den Bestandsmieten im letzten Jahr nur noch um 1,1 Prozent. Die Preise für Mehrfamilienhäuser haben ihre Obergrenze schon zu Jahresbeginn 2015 erreicht. Seitdem steigen sie nur noch moderat.

Die Preise für Einfamilienhäuser sind hingegen bundesweit gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 4,9 Prozent gestiegen und die für Eigentumswohnungen um 5,7 Prozent. Das Preisniveau steigt insbesondere in den Metropolen selbst, aber auch in deren Umland überdurchschnittlich an. Unser F+B Wohnindex Deutschland zeigt,  dass insbesondere die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und damit die Preise noch stark ansteigen.

FOCUS Online: Warum sind die Preise überhaupt so stark gestiegen?

Bernd Leutner: Das liegt einerseits an der Kapitalmarktsituation. Die Anlagenzinsen sind weiter gesunken. Die Investition in Immobilien ist damit deutlich attraktiver für die Verbraucher. Zugleich zieht es immer mehr Menschen vom Land in die Stadt. Das Angebot in den Metropolen hat sich zwar erhöht, reicht aber nicht aus. Somit steigen die Preise für Neubauten und für Bestandsobjekte.

 

FOCUS Online: Also sprechen wir doch über einen Immobilienboom?

Bernd Leutner: Ich wäre vorsichtig mit solchen Formulierungen. Ja, wir stellen einen deutlichen Preisanstieg in vielen Städten fest. Aber dies ist ein rein großstädtisches Phänomen. In den Metropolen Berlin, Hamburg und München stiegen die Preise für Eigentumswohnungen erheblich an. Dennoch können wir nicht allgemein von einer Preisexplosion sprechen. In Dortmund und Bremen ist der Anstieg zum Beispiel eher moderat.

Wir müssen jedoch klar differenzieren. In den Großstädten gibt es vermehrt Käufer, die eine Immobilie als Anlage suchen. Das sind hauptsächlich Eigentumswohnungen. Im Umland sind hingegen Ein- oder Zweifamilienhäuser gefragt – für den Eigenbedarf oder als Sachwert. Da die Nachfrage abseits der Metropolen aber weniger stark ist, zeigen die Preise hier insgesamt nur eine leicht steigende Tendenz.

Steigende Preise 2016 – Immobilien bleiben sichere Anlage

FOCUS Online: Wie werden sich die Preise im kommenden Jahr entwickeln?

Bernd Leutner: Angesichts der hohen Nachfrage durch vermehrte Zuwanderung rechnen wir weiterhin mit steigenden Preisen. Auch wenn die EZB ihre Zinsen erhöht, bleibt die Immobilie eine sichere Investition und wird entsprechend gefragt sein.

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FOCUS Online: In welchen Städten lohnt sich auch 2016 noch eine Investition?

Bernd Leutner: Unser F+B Wohn-Index Deutschland zeigt, dass der sogenannte Vervielfältiger – also das Verhältnis der Preise von Eigentumswohnung im Verhältnis  zur Jahresmiete – in Düsseldorf, Stuttgart und Frankfurt sehr viel günstiger ist als in Berlin oder Hamburg. Weil wir in diesen Städten in den nächsten Jahren eine stärkere Entwicklung der Mietpreise sehen, lohnen sich dort Immobilien als Kapitalanlagen.

Angesichts der Flüchtlingskrise fünf zentrale Fragen offen

FOCUS Online: Wird das die Wohnungsnot in Deutschland lindern?

Bernd Leutner: Nur langsam. Die Wohnungsnot ist in den Metropolen massiv. Und sie wird eher schlimmer. Es gibt in der Immobilienbranche einen Markt vor und nach dem 4. September 2015. Das war der Tag an dem die Bundeskanzlerin gesagt hat: „Wir schaffen das.“

Die Bundesregierung muss klare Antworten auf wichtige Fragen der Flüchtlingspolitik liefern. Nur dann lässt sich überhaupt der Wohnungsbedarf für die nächsten Jahre exakt prognostizieren.

FOCUS Online: Welche Faktoren muss die Immobilienwirtschaft dafür kennen?

Bernd Leutner: Wir müssen auf fünf zentrale Fragen Antworten haben: Wie viele Flüchtlinge kommen, wie viele bleiben und wie viele letztendlich bleiben können und dies auch wollen. Außerdem muss die Bundesregierung Zahlen vorlegen, wie viele Familienmitglieder nachkommen dürfen und wo sie alle leben und wohnen sollen.

Schließlich ist bedeutsam, welche Wohnungen benötigt werden. Werden eher kleinere Wohnungen nachgefragt oder besteht ein Bedarf an größeren Wohnungen?

 

FOCUS Online: Und wenn die Wohnungswirtschaft das weiß, werden dann rasch genügend Wohnungen geschaffen?

Bernd Leutner: Nein. Das dauert Jahre. Doch mit jedem Tag, der verstreicht, wird die Lage schwieriger. Wenn nicht bald Antworten kommen, könnte die Flüchtlingskrise tatsächlich die Wohnungsnot verschlimmern.

Bisher haben wir nur Schätzungen. Mal sind es 850.000 Flüchtlinge dann eine Million. Wie viele davon sind in Normalwohnungen unterzubringen? Wo werden sie arbeiten? Wo sollen sie wohnen?

FOCUS Online: Und diesen Schätzungen trauen Sie nicht?

Bernd Leutner: Das sind eben Schätzungen. Wir wissen aus den internationalen Statistiken, dass syrische Familien im Schnitt vier Kinder haben. Wie wird sich das auswirken,  wenn die in Zwei-Zimmer-Wohnungen unterkommen sollen?

Überhaupt läuft die Verteilung der Flüchtlinge komplett am Wohnungsmarkt vorbei. Der Königsteiner Schlüssel zur Verteilung auf die Bundesländer folgt rein der Bevölkerungsverteilung und den Steuereinahmen und berücksichtigt etwa überhaupt nicht die Anzahl der leerstehenden Wohnungen in einer Region.

Einige Standorte mussten deshalb bereits mehr Flüchtlinge aufnehmen, als der Wohnmarkt hergibt. Andere hätten sogar noch Kapazitäten frei.

So schätzen wir, dass in den meisten ostdeutschen Bundesländern, aber auch etwa im Saarland rd. 8 Prozent der Wohnungen leer stehen. Dort könnte man viele Flüchtlinge problemlos unterbringen.

 

Entdeckt auf:

www.focus.de/immobilien/

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Werkswohnungen gegen Fachkräftemangel und Wohnungsnot

Die so genannten Werkswohnungen galten in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit als aussterbendes Immobilienmodell. Zu hohe Verwaltungskosten bei wenig Rendite – diese Argumente bewegten große Unternehmen im vergangenen Jahrzehnt dazu, sich von firmeneigenen Wohnungen zu trennen. Vor allem in den Ballungszentren der großen Metropolen scheint sich dieser Trend nun jedoch ins Gegenteil zu verkehren. So investiert beispielsweise die Stadt München verstärkt in Werkswohnungen, was sowohl dem Wohnungsmarkt, als auch den Unternehmen selbst zu Gute kommt.

 

München baut neue Werkswohnungen

Werkswohnungen erfreuten sich in der jüngeren Vergangenheit sinkender Beliebtheit. So sank die Anzahl der Werkswohnungen laut einer Expertenstudie zum Bereich Wohnimmobilien im Auftrag der HSH Nordbank zuletzt auf bundesweit 340.000 Einheiten. Viele Unternehmen stehen dem Neubau firmeneigener Mitarbeiterunterkünfte skeptisch gegenüber. Eine Trendwende verzeichnet sich jedoch in den Ballungszentren der Großstädte. Beispielsweise investieren die Stadtwerke München rund 80 Millionen Euro in den Bau neuer Werkswohnungen. Bis 2020 will das Versorgungsunternehmen insgesamt 500 neue Mitarbeiterwohnungen in der bayrischen Landeshauptstadt erreichten lassen. Mit diesen will der Konzern neue Fachkräfte nach München holen. Denn die hohen Mietpreise und die allgemeine Wohnungsknappheit mindern die Attraktivität des Standorts München als Wohn- und Arbeitsort. Der zunehmende Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der bayerischen Wirtschaftsmetropole könnte weitere Münchner Konzerne zum Bau betriebseigener und günstiger Wohnungen bewegen.

 

VW reanimiert Wohnungsbauprogramm

Dass die Schaffung von Wohnraum für das Anwerben und Halten von Mitarbeitern eine nicht zu verachtende Rolle spielt, hat auch der Volkswagen-Konzern erkannt. Um als wichtiger Arbeitgeber in Niedersachsen interessant zu bleiben, will VW am Stammsitz in Wolfsburg rund 500 neue Mitarbeiterwohnungen in den kommenden fünf Jahren bauen. Zusätzlich hat die seit 60 Jahren bestehende Immobilientochter des Automobilkonzerns knapp 110 Millionen Euro für die Modernisierung und Renovierung der bestehenden 9.500 Werkswohnungen ausgegeben. Für deren Instandhalten will VW jährlich weitere 25 Millionen Euro investieren. Rund ein Drittel dieser Wohnungen ist derzeit von Konzernmitarbeitern belegt, die Übrigen sind am freien Markt vermietet.

Originalbeitrag:

http://www.immobild.de/werkswohnungen-gegen-fachkraeftemangel-und-wohnungsnot/5309/

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Ablösung Baukredit: So hoch darf die Vorfälligkeits­entschädigung sein

Viele Banken verlangen zu hohe Entschädi­gungen von Kreditnehmern, die ihr Hypotheken­darlehen vorzeitig ablösen oder nicht abnehmen. Der Rechner von Finanztest ermöglicht es Ihnen, die maximal zulässige Vorfälligkeits­entschä­digung zu berechnen. Neu seit Oktober 2015: Der Rechner berück­sichtigt jetzt auch Sondertilgungs­rechte und rechnet auch in der Vergangenheit – ab 2012 – gezahlte Entschädigungen nach.

Diese Rechte haben Kreditnehmer

In bestimmten Fällen haben Kreditnehmer das Recht, ihr Darlehen bereits vor Ablauf der Zins­bindung zurück­zuzahlen. Das gilt vor allem anläss­lich eines Haus­verkaufs. Die Bank kann im Gegen­zug einen Ausgleich dafür verlangen, dass sie das Geld nicht zu dem Zins­satz anlegen kann, den sie für das Darlehen bekommen hätte. Das gleiche gilt, wenn der Kreditnehmer ein vertraglich vereinbartes Darlehen gar nicht erst abnimmt. Die Höhe der Entschädigung hängt vom Zins­satz ab, den eine Bank für ihre Ersatz­anlage zugrunde legt. Je nied­riger der Zins­satz, desto höher die Entschädigung. Nach der Recht­sprechung des Bundes­gerichts­hofs müssen die Banken für die Ermitt­lung der Entschädigung die Rendite für Pfand­briefe heran­ziehen.

So rechnen Sie selbst

  • Daten. Geben Sie in das Excel­programm die Daten Ihres Kredits ein. Sie benötigen lediglich den Ablöse­termin, die Höhe der Rest­schuld zum Ablöse­termin, den Zins­satz, die Monats­rate und das Ende der Zins­bindung. Falls Sie das Recht auf Sondertilgungen haben, geben sie die deren maximal mögliche Höhe an.
  • Berechnung. Nach Eingabe des Abschlags für ersparte Risiko- und Verwaltungs­kosten oder Über­nahme der voreinge­stellten Werte berechnet das Programm die Vorfälligkeits­entschädigung nach den Grund­sätzen der Recht­sprechung anhand der zum Ablös­termin maßgeblichen Pfand­briefrenditen. Liegt der Ablöse­zeit­punkt in der Zukunft, wird eine Rechnung auf Basis der aktuellen Pfand­briefrenditen erstellt.

Hinweis: Bitte speichern Sie den Excel-Rechner auf Ihre Fest­platte und öffnen Sie ihn direkt aus Excel. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen „Ziel speichern unter“ bzw. „Verknüpfung speichern unter“. Sie benötigen mindestens Excel 2007.

Original-Artikel:

www.test.de/Abloesung-Baukredit-So-hoch-darf-die-Vorfaelligkeitsentschaedigung-sein-1159358-0/

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Die wichtigsten Tier-Urteile – Diese Rechte haben Tierbesitzer wirklich

1. Rund um den Mietvertrag

Vermieter dürfen nicht generell im Mietvertrag festschreiben, dass „die Haltung jeglicher Tiere genehmigungspflichtig ist“. Ein Verbot in dieser Absolutheit ist ungültig – und ermöglicht es Mietern damit, auch große Tiere in der Wohnung zu halten. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 213 C 169/96)

Unterläuft Vermietern kein solch grober Schnitzer, dürfen sie die Haltung großer Tiere in der Wohnung untersagen. Nicht verbieten dürfen sie jedoch Kleintiere, also all jene Tiere wie Hamster, Wellensittiche oder Goldfische, die in geschlossenen Behältnissen gehalten werden. (Bundesgerichtshof, Aktenzeichen VIII ZR 340/06)

2. Exotische Tiere

Wenn Kleintiere generell erlaubt sind, muss der Vermieter auch Hausschweine zulassen. (Amtsgericht Berlin, Aktenzeichen 17 C 88/00) Das Gleiche gilt für Leguane. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 205 C 130/83)

Selbst Vogelspinnen sind erlaubt, da ihr Gift nicht gefährlicher sei als das einer Biene, erklärten die Richter. (Verwaltungsgericht Ansbach, Aktenzeichen 5 K 682/97).

Giftige Krustenechsen dürfen hingegen nicht in der Wohnung gehalten werden. (Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Aktenzeichen 8A 121/10)

 

3. Wohnungszwang oder freie Bewegung?

Nachbarn dürfen Katzenbesitzern nicht verbieten, ihre Katze aus dem Haus zu lassen. Im Streitfall forderte ein Paar von seinen Nachbarn, die Katze zu gewissen Zeiten in der Wohnung zu lassen, um die eigenen Meerschweinchen zu schützen. Das Gericht entschied jedoch: In einer Einfamilienhausgegend sei es normal, dass Katzen zu jeder Zeit frei herumliefen – Meerschweinchen jedoch nicht. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 134 C 281/00)

Meerschweinchen oder Kaninchen dürfen aber in Käfigen im Garten gehalten werden – allerdings nur dann, wenn die großen Käfiganlagen mindestens drei Meter Abstand zum nächsten Grundstück halten. (Verwaltungsgericht Münster, Aktenzeichen 2 K 1015/13)

Übrigens: Vermieter dürfen ihren Mietern nicht kündige, wenn diese ungefragt eine Katzenklappe in die Tür einbauen – und das selbst dann nicht, wenn die Tierhaltung im Mietvertrag ausdrücklich verboten ist. Dennoch kann der Vermieter Schadensersatz für die Tür fordern. (Amtsgericht Berlin-Schöneberg, Aktenzeichen 9 C 619/03)

URL der Quelle:

www.focus.de

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Bundesländer prüfen Rechtslage – Enteignung erlaubt! Wann der Staat Vermietern Flüchtlinge aufzwingen darf

Viele Kommunen sind mit dem Zustrom der Flüchtlinge nach Deutschland überfordert. Innerhalb kürzester Zeit müssen sie Unterkünfte zur Verfügung stellen. Die Erstaufnahmezentren stoßen an ihre Grenzen, viele Unterkünfte sind längst voll – und es gibt vielerorts keine öffentlichen Räumlichkeiten mehr, die für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet wären.

Nach Informationen von FOCUS Online haben zwei Bundesländer inzwischen Prüfanträge an die Bundesregierung gestellt. Sie wollen wissen, ob es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt, leerstehende Immobilien in Privatbesitz zwangszumieten. Um welche Länder es sich handelt, ist den Informationen nicht zu entnehmen.

Wie sieht die Rechtslage aus?

Es deutet allerdings einiges darauf hin, dass insbesondere Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz unter großem Druck stehen. Deren Regierungschefs betonen in Interviews, ihre Kommunen seien bereits am Limit. Beide Länder wollten sich auf Anfrage jedoch nicht zur aktuellen Lage äußern.

„Wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, dürfen die Behörden vorübergehend Gebäude beschlagnahmen“, sagt Gerold Hape vom Eigentümerverband Haus & Grund. Geregelt sei das im Polizei- und Ordnungsbehördengesetz. “Es bezieht sich auf Obdachlose, denen die Kommunen aus Sicherheitsgründen eine Wohnung stellen müssen.”

Im Extremfall könnten sich auch die Länder darauf berufen. „Wenn alle Möglichkeiten bereits erschöpft sind, kommt das in Frage“, so Hape. Den Vermietern würde eine Entschädigung gezahlt, die sich an den marktüblichen Mietpreisen orientiert.

“Engagement darf nicht erstickt werden”

Der Eigentümerverband Haus & Grund lehnt die Maßnahme dennoch kategorisch ab. “Den vielen in Deutschland Schutz suchenden Flüchtlingen angemessenen Wohnraum anzubieten, ist eine große Heraus­forderung. Diese wollen wir gemeinsam mit den Kommunen anpacken und dabei weiter auf Freiwilligkeit setzen”, betonte Kai Warnecke, Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Deutschland. “Dieses Engagement darf nicht erstickt werden, indem Zwangs­maßnahmen angedroht werden”, sagt Warnecke.

Dass es tatsächlich zu Zwangsanmietungen und Enteignungen kommen wird, sei unwahrscheinlich, obwohl einige Bundesländer diese Möglichkeiten prüften, beruhigt der Pressesprecher des Bundesinnenministeriums gegenüber FOCUS Online. Der Bund könne weitere Liegenschaften zur Verfügung stellen und habe “eine Art Krisenstab” eingerichtet.

Erste Zwangsanmietungen haben bereits stattgefunden

“Wir befinden uns in engem Kontakt mit den Ländern”, so der Sprecher weiter. Gleichzeitig berate die Bundesregierung darüber, ob sie die von der Koalition zugesicherte Finanzhilfe in Höhe von drei Milliarden Euro anheben soll.

Einige Städte haben von der gesetzlichen Möglichkeit allerdings schon Gebrauch gemacht. Im Januar 2015 wurde ein Gebäude des Kolpingwerks in Arnsberg vorübergehend beschlagnahmt, um Flüchtlinge unterzubringen. In der Stadt Olpe traf es ein früheres Familienhotel. In Berlin beschlagnahmte der Senat die frühere Zentrale der Berliner Sparkasse an der Bundesallee in Wilmersdorf. Sie soll als Erstaufnahmestelle genutzt werden. Auch im baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis übernahm das Landratsamt ein Kasernen-Gebäude per Gesetzesbeschluss.

Leser lehnen Zwangsanmietung ab

Ein Großteil der FOCUS-Online-Leser lehnt Zwangsanmietungen und Enteignungen kategorisch ab. Evelyn Bornemann kommentiert: “Damit bin ich nicht einverstanden. Wenn es keine Unterkünfte mehr gibt, muss man Schluss machen und nicht noch mehr Menschen aufnehmen.”

Patrick Stöcker schreibt: “Die Immobilie wurde beim Erwerb versteuert und noch heute zahle ich Grunderwerbssteuer. Vielleicht aber möchte mir der Staat ja meine Immobilie abkaufen, um hiermit über das Recht zu Verfügen, zukünftig darüber entscheiden zu dürfen, von wem die Immobilie zu nutzen ist.”

Allerdings gibt es auch Leser, die eine Zwangsanmietung positiv betrachten: “Eigentlich kann das doch nur im Sinne der Vermieter sein: Ihre leerstehende Immobilie wird vermittelt und der Staat bezahlt die Miete. Immer noch besser, als einen Mieter zu haben, der die Miete verschleppt”, sagt Peter Müller.

Link zur Homepage:

http://www.focus.de/immobilien/mieten/

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Wirkung der Mietpreisbremse in Hamburg

Die Mietpreisbremse scheint in Hamburg schon erste Erfolge zu erzielen. Anfang Juli wurde in Hamburg die Mietpreisbremse eingeführt. Das heißt Vermieter müssen sich bei einer Neuvermietung an den ortsüblichen Vergleichsmieten orientieren.

Die Mietpreisbremse ist in allen Bundesländern sehr umstritten. Gerade Eigentümerverbände sprachen sich strikt gegen ihre Einführung aus. Deshalb wird ihre Wirksamkeit auch kurz nach ihrer Einführung schon kritisch analysiert. Für Hamburg will das Onlineportal Immobilienscout24 schon deutliche Veränderungen in den Mieten sehen. Von Juni auf Juli seien die mittleren Angebotsmieten von 10,48 Euro auf 10,12 Euro gefallen. Das entspricht einem Minus von 3,44 Prozent. Da der Rückgang mit der Einführung der Mietpreisbremse zusammenfällt, sehen die Verantwortlichen des Online-Immobilienportals einen Zusammenhang. Allerdings könnte es sich um einen saisonalen Effekt handeln, da auch im Vorjahr in manchen Sommermonaten vergleichsweise geringere Mieten verzeichnet werden konnten.

Auch in Berlin lässt sich ein Rückgang der mittleren Angebotsmieten seit Einführung der Mietpreisbremse verzeichnen. Hier wurde die Deckelung schon im Juni eingeführt. Von Mai auf Juni ließ sich ein deutlicher Rückgang von 8,80 Euro auf 8,53 Euro erkennen. Im Juli sank die Miete noch einmal geringfügig. So starke Abweichungen nach unten gab es in diesem Jahr vorher weder in Hamburg noch in Berlin. Auch in einigen Städten in NRW wurde die Mietpreisbremse im Juli eingeführt. Hier konnten allerdings bisher keine signifikanten Veränderungen der Mieten festgestellt werden. Allerdings, so räumt das Portal ein, gäbe es für diese Städte auch deutlich weniger Daten.

 

Gesehen auf:

http://news.immobilo.de/2015/09/21/wirkung-der-mietpreisbremse-in-hamburg

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Einnahmerekord für die Länder – Ständige Steuererhöhungen: Länder machen mit Grunderwerbssteuer Milliarden

Seit die Länder über die Grunderwerbssteuer bestimmen, sind die Sätze drastisch gestiegen. Das zeigen Zahlen des Statsitischen Bundesamtes. Im ersten Halbjahr 2015 haben die Länder dadurch einen neuen Einnahmenrekord eingefahren: 5,3 Milliarden Euro flossen in die Steuerkassen.

Die Hochrechnung zeigt: Für das Gesamtjahr 2015 dürften die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer erstmals zehn Milliarden Euro übersteigen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie noch vor zehn Jahren. Im Jahr 2005, ein Jahr vor dem Wechsel der Zuständigkeit, zahlten Immobilienkäufer “nur” 4,7 Milliarden Euro Grunderwerbssteuer.

Bei keiner anderen Steuer gingen die Sätze so rasant nach oben. “Deutschland dürfte damit im europäischen Vergleich in die Spitzengruppe bei den Erwerbsnebenkosten aufgestiegen sein”, sagte Rolf Kornemann, Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund, der Tageszeitung “Die Welt”.

Länder erhöhen Grunderwerbssteuer 26 Mal

Inzwischen hätten die Bundesländer insgesamt 26-mal die Grunderwerbsteuer erhöht, berichtet “Die Welt”. Lag der Satz bundesweit im Jahr 2006 noch bei 3,5 Prozent, zahlen Immobilienkäufer im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen inzwischen Spitzensätze von 6,5 Prozent. Dieser Höchstsatz gilt seit dem 1. Juli auch in Brandenburg. Nur in Bayern und Sachsen gilt noch der ursprüngliche Satz von 3,5 Prozent.

Haus-&-Grund-Präsident Kornemann kritisiert die hohe Steuerbelastung von Immobilienkäufern. Sie stehe im Kontrast zu den Absichten der Politik, den Bau von Wohnungen und die Eigentumsbildung stärker zu fördern. “Bei einem Steuersatz von 6,5 Prozent sind beim Kauf einer Immobilie im Wert von 300.000 Euro allein 19.500 Euro Grunderwerbsteuer zu zahlen. Für viele Familien ist die Finanzierung und damit ein Stück eigene Altersvorsorge bei dieser Höhe nicht mehr zu stemmen”, sagte Kornemann der “Welt”.

Nebenkosten verteuern Hauskauf zusätzlich

Zumal die weiteren Nebenkosten wie Maklerprovision, Notar- und Grundbuchkosten die Immobilie zusätzlich verteuern. Bei einem 300.000-Euro-Haus müssen Käufer über 100.000 Euro Eigenkapital mitbringen, wenn sie sich an die oft empfohlene 20-Prozent-Quote halten wollen. Und auch die Nebenkosten sollen Käufer idealerweise aus dem Eigenkapital bestreiten können.

Dennoch sind die Bundesländer noch nicht zufrieden, berichtet Kornemann. Niedersachsen habe angekündigt, die Grunderwerbsteuer “von derzeit bereits hohen fünf Prozent” weiter zu erhöhen. “Bremen hat bereits angekündigt nachziehen zu wollen.”

Die Grunderwerbssteuer gilt für jeden Immobilienkauf, egal ob Neubau oder Bestand.

 

Webseite:

www.focus.de/immobilien/kaufen/

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Miete versus Rate – Mieter- oder Käufer-Typ

Hamburg (ots) – Die erste eigene Wohnung oder das erste eigene WG-Zimmer beziehen die meisten Deutschen zu Beginn ihrer Ausbildung oder des Studiums. Nach einigen Jahren der beruflichen Entwicklung stellt sich dann die Frage, weiter zur Miete wohnen oder eine Immobilie erwerben. Beides hat Vor- und Nachteile und ob jemand eher ein Mieter oder Käufertyp ist beleuchtet das Baufinanzierungsportal Baufi24.de im Folgenden.

Typische Mieter sind oft ungebunden, mögen es flexibel und stellen diese Ansprüche auch an ihr Heim. Die Vorteile einer Mietwohnung liegen dabei klar auf der Hand: sie ist kündbar und kann jederzeit gewechselt werden. Außerdem ist die Höhe der Miete relativ geregelt, sie kann nur begrenzt und in gewissen Abständen erhöht werden. Ebenso ist der Mieter nur geringfügig an Instandhaltungskosten oder Reparaturen beteiligt und auch die Nebenkosten sind überschaubar. Allerdings hängen die Mietpreise auch von den Wohnorten ab. Der Quadratmeter in Hamburg, als Beispiel für ein Ballungszentrum, kostet 12,25 Euro. Dahingegen in Buxtehude, außerhalb vom Ballungsgebiet, bezahlt der Mieter nur 8,35 Euro*.

Interessenten die sich entscheiden eine Immobilie zu erwerben, möchten häufig Sicherheit und etwas Eigenes besitzen. “Hier ist wichtig, dass künftige Hausbesitzer hinreichend Eigenkapital mit in das Bauvorhaben einbringen, damit verringert sich automatisch die Laufzeit”, rät Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de (https://www.baufi24.de/). Somit müssen künftige Hausbesitzer schon am Anfang viel Geld aufbringen, um sich ihren Traum zu verwirklichen. Außerdem kommen im Laufe der Jahre regelmäßige Kosten wie Nebenkosten oder auch nicht geplante Ausgaben für Instandhaltung, Steuern und etwaige Reparaturen hinzu. “Auch für die Immobilienpreise gilt, in Ballungsgebieten zahlt der Kunde für dieselbe Immobilie mehr als außerhalb von diesen”, gibt Scharfenorth zu bedenken.

Die ersten Schritte gerade bei der Immobilienfinanzierung sind gut zu bedenken. Denn Miete ist nicht gleichzusetzen mit der monatlichen Abschlagzahlung. Kunden die monatlich 800 Euro Miete gezahlt haben und nun eben diese als Abschlag veranschlagen wollen, können sich bei einem Zins von 1,43 Prozent, einer Zinsbindung von 10 Jahren und einer Tilgung von 2 Prozent einen Kredit von 120.000 Euro leisten. Oft reicht dies aber nicht aus und sobald die Zinsbindung abläuft werden die Karten neu gemischt. “Ich rate jedem Kreditnehmer die Tilgung so hoch wie möglich anzusetzen und auch auf einen etwaigen Zinsanstieg vorbereitet zu sein. Nur dann macht die Immobile auch Spaß”, sagt Scharfenorth. Die Vorteile zur Miete kommen dann heraus, wenn der Kredit abgezahlt ist und dies sollte relativ schnell geschehen. Wie für alle Kunden monatliche Raten aus Zins, Tilgung und Sondertilgung bei unterschiedlichen Finanzierungsbeträgen und Beleihungssätzen ausfallen, ermitteln Interessierte schnell, einfach und unabhängig mit dem Baufinanzierungsrechner (https://www.baufi24.de/baufinanzierung-rechner/) von Baufi24.de.

Über Baufi24

Baufi24.de ist mit mehr als drei Millionen Besuchern pro Jahr eines der bekanntesten Webportale für private Baufinanzierungen. Zukünftige Hausbesitzer bekommen hier weitreichende Informationen rund um das Thema Baufinanzierung und Immobilienkauf/-bau zur Verfügung gestellt. In seinem Leistungsportfolio vergleicht das Unternehmen die Angebote von mehr als 300 Banken. Mehr als 1.000 zertifizierte Berater stehen den Kunden in einem Partnernetzwerk mit Beratung und Expertise zur Seite. Weitere Informationen unter https://www.baufi24.de/

*https://www.wohnungsboerse.net

Pressekontakt:

Unternehmenskontakt: Baufi24 GmbH Stephan Scharfenorth, Tel. +49 (0) 
800 808 4000 E-Mail: redaktion@baufi24.de
Pressekontakt: Hasenclever Strategy, Walter Hasenclever, Tel: +49 421
42 76 37 39, Mobil: +49 171 493 57 83, E-Mail:
wh@hasencleverstrategy.de
Erstmals erschienen auf:
www.presseportal.de/pm/104820/

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Hausschwamm – Sanierung verweigert: Vermieter darf Mieter fristlos aus der Wohnung werfen

Das Haus von Hausschwamm befallen, das Dach kurz vor dem Einsturz, aber der Mieter weigert sich die Handwerker ins Haus zu lassen. In einem so dringenden Fall darf der Vermieter dem Mieter fristlos kündigen – das entschied heute der Bundesgerichtshof.

Ein Vermieter kann seinem Mieter unter Umständen fristlos kündigen, wenn dieser wichtige Renovierungen in seiner Wohnung nicht zulässt. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch entschieden. (Az.: VIII ZR 281/13).

In dem Fall war das Haus von Hausschwamm befallen. Der gefürchtete Schädling kann ganze Häuser vernichten. Konkret drohte das Dach einzustürzen. Die Mieter zogen in ein Hotel, damit das Haus renoviert werden konnte. Nach dem Rückzug in ihre Wohnung wollten sie weitere notwendige Maßnahmen gegen den Hausschwamm nicht zulassen und verwehrten den Zutritt zu ihrer Wohnung.

Räumungsklage erfolglos

Der Eigentümer kündigte seinem Mieter schließlich fristlos. Seine Klage auf Räumung der Wohnung blieb in den Vorinstanzen erfolglos. Der Vermieter habe zuerst in einem Prozess klären müssen, ob der Mieter den Zutritt hätte dulden müssen, befand das Landgericht Berlin 2013.

Die BGH-Richter wiesen den Fall dorthin zurück. Das Landgericht habe nicht berücksichtigt, dass ein Vermieter ein erhebliches wirtschaftliches Interesse an einer baldigen Modernisierungs- oder Instandsetzungsmaßnahme haben könne. Das Landgericht muss jetzt klären, ob die konkreten Umstände die fristlose Kündigung gerechtfertigt haben. Der Deutsche Mieterbund bezeichnete die BGH-Entscheidung als «problematisch».

 

Adresse der Quelle:

www.focus.de/

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Markt für Wohnimmobilien verzeichnet stabile Entwicklung

Der deutsche Markt für Wohnimmobilien verzeichnet trotz schwächelnder Konjunktur weiterhin einen Aufwärtstrend. Sowohl Mieten als auch Kaufpreise für Wohnimmobilien konnten in 2012 zulegen, allerdings in geringerem Maße als im Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung zum deutschen Wohnimmobilienmarkt, die kürzlich von der HSH Nordbank veröffentlicht wurde.

 

Abschnitte dieses Artikels:

Mietpreisentwicklung bundesweit

Für die Studie „Marktkonferenz Wohnimmobilien Sommer 2013“ untersuchte die HSH Nordbank die Entwicklung der Preise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt im vergangenen Jahr. Schwerpunkt der Untersuchung lag dabei auf 14 deutschen Großstädten. Für die Städte Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, München, Potsdam, Rostock, Schwerin und Stuttgart wurden sowohl die jeweiligen Marktentwicklungen innerhalb des Jahres aufgezeigt, als auch ein Ausblick auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen der jeweiligen Märkte gegeben.

Mietpreise besonders in Ballungszentren gestiegen

Insgesamt konnte der Mietmarkt in Deutschland 2012 eine positive Preisentwicklung verzeichnen. Der stärkste Preisanstieg konnte im Bereich der Erstbezugsmieten verzeichnet werden. So kletterten die Mietpreise bei erstmaligem Bezug einer Wohnung vergangenes Jahr im Bundesdurchschnitt um 4,8 Prozent. In Ballungszentren lag der Preisanstieg für Erstbezugsmieten aufgrund der starken Nachfrage sogar bei 6,0 Prozent. Die Bestandsmieten legten im Vergleich zu 2011 bundesweit um durchschnittlich 3,6 Prozent zu, in den Ballungsräumen stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um 4,3 Prozent. Im Städtevergleich der Bestandsmieten konnte in Bremen mit einem Plus von 8,7 Prozent der größte Zuwachs verzeichnet werden. Knapp gefolgt von Düsseldorf mit einer Preissteigerung von 8,3 Prozent und Stuttgart, wo die Bestandsmieten im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zulegen konnten. In den kommenden Jahren sei laut Studie mit einer Abschwächung der Mietsteigerungen zu rechnen. Denn die zu erwartende Abschwächung der Nachfrage werde in Kombination mit verstärktem Wohnungsbau für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sorgen.

 

URL der Quelle:

http://www.immobild.de

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Umzug: Schlüssel lieber persönlich übergeben

Beim Auszug geben Mieter alle ihre Schlüssel am besten persönlich zurück. Denn fehlen welche, kann es teuer werden. Sehr gute Haft­pflicht­versicherungen zahlen allerdings auch bei Schlüssel­verlust. test.de erklärt die Rechts­lage.

Bring­schuld des Mieters

Wenn Mieter ausziehen, müssen sie sicher­stellen, dass der Vermieter alle Schlüssel zur Wohnung und zu Neben­räumen wie Keller oder Dachboden zurück­erhält. Auch Schlüssel, die Mieter aus eigenem Interesse etwa für Kinder oder den Zeitungs­boten zusätzlich haben nach­machen lassen, müssen sie dem Vermieter übergeben. Die Juristen sprechen von einer Bring­schuld.

Einschreiben per Rück­schein reicht im Zweifel nicht

Wer den Schlüssel per Brief an den Vermieter schickt, trägt das Verlustrisiko. Das zeigt ein Fall vor dem Amts­gericht Brandenburg. Der Vermieter erklärte, dass der Schlüssel bei ihm nie ange­kommen sei, nur ein beschädigter Umschlag mit dem Post­vermerk „Nach­verpackt“. Wahr­scheinlich ist der Schlüssel unterwegs verloren­gegangen. Der Verlust ging im Prozess zulasten des Mieters. Dieser hatte den Brief zwar per Einschreiben mit Rück­schein geschickt. Der Rück­schein beweist aber nur, dass der Vermieter einen Brief erhalten hat – nicht, ob und was darin war. Im Streitfall muss der Mieter beweisen, dass der Brief tatsäch­lich die Schlüssel enthielt.

Bei Verlust kann Schloss­austausch nötig werden

Um einen Miss­brauch der verloren­gegangenen Schlüssel zu verhindern, hatte der Vermieter in dem Brandenburger Fall das Schloss ausgetauscht. Das Amts­gericht verurteilte den Mieter zur Über­nahme der Kosten in Höhe von rund 70 Euro, die durch den Austausch entstanden waren (Az. 31 C 32/14). Mit diesem Betrag hatte der Mieter noch Glück im Unglück. Verloren­gegangen war wohl nur ein Schlüssel für ein Neben­gebäude. Bei einer hoch­wertigen Schließ­anlage kann der Schaden sehr viel höher sein.

Schlüssel­verlust in sehr guten Haft­pflicht­policen mitversichert

Der Verlust von Wohnungs­schlüsseln ist in vielen sehr guten Privathaft­pflicht­versicherungen mitversichert (Test Haftpflichtversicherung: Neue Policen sind besser, Finanztest 12/2014). Bezahlt wird dann zum Beispiel auch der Austausch einer Schließ­anlage. Oft ist die Versicherungs­summe in der Höhe begrenzt.

Tipp: Übergeben Sie beim Auszug Ihrem Vermieter möglichst alle Schlüssel persönlich. Lassen Sie sich die Rück­gabe schriftlich bestätigen.

 
 
 

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Mehr als die 20-fache Jahresmiete – Immobilienmarkt 2015: Die guten Lagen sind alle weg

Der Deutsche Immobilienmarkt ist überhitzt. Zu diesem Resultat kommt der Immobilien Investment Club (IIC) mit Sitz in Dresden. Nach seinen Auswertungen haben die Kaufpreise in vielen Großstädten das Niveau von 20 Jahresmieten zum Teil weit überschritten. Das gelte nicht nur für die Top7-Großstädte Berlin, Hamburg, München, Köln, Leipzig, Frankfurt und Stuttgart, sondern auch in einigen Hochschulstädten wie Münster, Heidelberg oder Freiburg.

„Wir haben zwar keine Immobilienblase, sind aber in einem konjunktur- und zinsbedingtem zeitweisen Hoch der Immobilienpreise angelangt“, stellt Olaf Wortmann, Pressesprecher des IIC, fest. Ob sich daraus eine Blase entwickle oder ob es sich immer noch um einen Nachhol-Effekt gegenüber anderen internationalen Immobilienmärkten handle, „entscheidet der Markt in den nächsten Monaten“.

Top-Standorte abgegrast

Weil das Angebot an den Top-Standorten weitgehend abgegrast ist, werde es für Kapitalanleger im Jahr 2015 die besten Renditeaussichten an den sogenannten den B- und C-Standorten geben. „Hier können trotz minderer Lagequalität auch 2015 durchaus interessante Deals geschlossen werden“, so Wortmann. Seien beispielsweise Verkäufer unter Druck, die Objekte mit Mietproblemen belastet oder kleinere Sanierungsarbeiten notwendig, aber die Objektqualität hoch, können Abstriche bei der Lage durchaus ein Investment rechtfertigen. „Viel wichtiger aber ist, den einzelnen Standort individuell zu beurteilen, intensiv zu prüfen und zu analysieren“, rät Wortmann.

Oft zeigt sich der Charme erst auf den zweiten Blick

„Wer aber die richtigen Einkaufsquellen nutzt, findet auch in den kommenden zwölf Monaten Objekte unter dem zehnfachen der Jahresmiete“, glaubt der IIC-Sprecher. Manchmal seien auch lohnende Investments am Markt zu finden, die erst auf den „zweiten oder auch dritten Blick“ durch aktives Management des einzelnen Investors zu einem lohnenden Produkt werden.

Entscheidend sei dabei nicht nur der Kaufpreis, sondern auch Punkte wie das Optimierungspotenzial.

Großinvestoren konzentrieren sich dem IIC zufolge in den größeren Städten, Citylagen und Hochschulstandorten auf „größere Einheiten mit kleineren Wohnungen von ein bis zwei Zimmern.“ In kleineren Städten oder in einem eher familiengeprägten Umfeld seien eher bei kleineren Einheiten mit sechs bis maximal 20 Wohnungen und größere Wohnungen von drei bis vier Zimmern gefragt.

 

Aufgespürt auf:

http://www.focus.de/immobilien/kaufen

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Wohnen: der früher-heute Vergleich

Nicht nur heute ist Wohnraum in Deutschland echte Mangelware, sondern auch vor über 100 Jahren kämpften die Menschen schon mit ähnlichen Problemen: Damals zog etwa jeder dritte Mieter in Berlin nach spätestens einem Jahr wieder um, da die Arbeiter besonders während der Industrialisierung des späten 19. Jahrhunderts in unsicheren Verhältnissen lebten. Während dieser Zeit wuchsen die Städte so stark, dass es überall an Wohnraum fehlte – an Eigentum war damals nicht zu denken. Für die Menschen kam nur das Wohnen zur Miete in Frage.

Aus dieser Not heraus, entwickelte sich eine starke Miettradition in den Städten, die bis heute das Wohnverhalten in Deutschland prägt. So lebt noch immer jeder Zweite in Deutschland zur Miete. Vergleicht man dieses Ergebnis international, ist festzustellen, dass es sich hierbei um einen hohen Anteil handelt. In Südeuropa sind hingegen dreiviertel der Wohnungen Privateigentum.

1920er-Jahre: „Goldenes Zeitalter der Wohnungspolitik”

Doch es fehlte nicht nur während der Industrialisierung an ausreichend Wohnraum, sondern auch nach dem Ersten Weltkrieg war die Wohnungsnot noch groß. Damals entstanden dank der demokratischen Organisation des Staates zahlreiche Initiativen. So gelten bis heute die 1920er-Jahre als das „goldene Zeitalter” der Wohnungspolitik. In dieser Zeit wurden neue Siedlungsformen entwickelt, in denen Ideen von besseren Häusern verwirklicht werden sollten: Licht, Luft und Sonne sollten fortan die Wohnarchitektur bestimmen.

Neue Konzepte der Finanzierung wurden zu diesem Zeitpunkt ebenfalls realisiert, um die Großprojekte bauen zu können. Folglich gab es bis Mitte der 1920er-Jahre bereits 4.000 Genossenschaften in Deutschland. Diese bauten oft ohne staatliche Unterstützung neue Siedlungen, da sie auf der Idee der Gemeinnützigkeit beruhten.

Wiederaufbau in Ost und West

Über 500.000 Wohnungen wurden in Deutschland zu Beginn der 1950er-Jahre fertig gestellt. Davon wurde der Großteil im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus errichtet. Allerdings entwickelte sich die Wohnungspolitik nach der deutschen Teilung in den beiden deutschen Staaten in konträre Richtungen:

Als Bestandteil der staatlichen Planwirtschaft wurde in der DDR der Wohnungs- und Städtebau als Bestandteil definiert. Wohnungen gab es damals nur auf Zuteilung.
Während in der DDR Grundstückseigentümer enteignet wurden, erhielt hingegen in der BRD das Privateigentum absoluten Vorrang in der Wohnungspolitik.

Seit der Industrialisierung waren Lösungen gegen die Wohnungsnot eine hochrangige gesellschaftspolitische Frage, die bis heute kontrovers diskutiert wird. Denn beim Wohnen geht es in erster Linie immer darum, inwieweit die Politik in den Wohnungsmarkt eingreift.

Das heutige Leben in den Großstädten

Auch heute zieht es immer mehr Menschen in die wirtschaftsstarken Städte: So hat sich nach Angaben des statistischen Bundesamtes der Anteil an Ein-Personen-Haushalten in den vergangenen Jahren von 20 auf 40 Prozent verdoppelt. Demnach fehlt es auch an ausreichend Wohnraum!

Laut den Berechnungen des Deutschen Mieterbunds (DMB) werden heute in den Ballungsräumen schätzungsweise über 250.000 Wohnungen benötigt

Hingegen in anderen Regionen Deutschlands, beispielsweise in Städten wie Essen, Bochum oder auch Chemnitz und Leipzig Wohnungen leer stehen, da hier die Zahl der Einwohner sinkt.

 

URL der Quelle:

http://news.immobilo.de

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Selbst Suchanzeigen schalten – Wer sucht, findet – Mieten ohne Makler

Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, müssen Vermieter den Makler bald selbst bezahlen. Das verändert die Wohnungssuche massiv – doch nicht für alle zum Vorteil. Worauf Vermieter und Mieter achten müssen.

Franziska und Lewis sind Mitte 20, seit fünf Jahren ein Paar und „auf der Suche nach einem neuen Nest“ in Berlin. 2,5 bis 3 Zimmer soll die Traumwohnung haben. Das dritte werde Arbeits- und Gästezimmer, betonen sie.

Das soll beruhigen: kein Kinderlärm. Die beiden haben auch keine Haustiere und unbefristete Vollzeit-Jobs bei führenden Internetunternehmen. Sie versprechen: keine ständigen Partys und „wir gehen gemeinsam durch dick und dünn“. Das alles verraten Franziska und Lewis im Internet – unter einem Bewerbungsbild mit Krawatte und Kleidchen.

Suchanzeigen online schalten

Die beiden Berliner gehen einen ungewöhnlichen Weg der Wohnungssuche. Statt sich auf Anzeigen von Vermietern und Maklern zu bewerben, haben sie selbst eine Suchanzeige im Internet geschaltet. Noch sind sie damit eher die Ausnahme, doch nach Expertenmeinung nicht mehr lange.

„Suchanzeigen gewinnen erheblich an Bedeutung“, sagt der Immobilienexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Voigtländer. Wenn das Bestellerprinzip im Frühjahr in Kraft trete und Vermieter einen Makler selbst bezahlen müssten, werde sich der Markt verändern. „Um Kosten für den Makler zu sparen, werden private Vermieter ihre Wohnungen vermehrt selbst vermieten“, sagt Voigtländer voraus.

Eine Suchanzeige, nicht nur per Zettelchen an Ampeln oder Verkehrsschildern, sondern vor allem im Internet, könne Mietern und Vermietern Vorteile bringen

 

Weniger Stress für alle – und die Maklergebühren fallen weg

Franziska und Lewis sparen sich womöglich unzählige Besichtigungen, bei denen in beliebten Berliner Lagen 50 oder mehr Bewerber zugleich durch die Wohnung geschleust werden. Vermieter müssen nicht Hunderte Antworten auf ihre Inserate prüfen, sondern können bestimmte Bewerber von vornherein aussortieren. Und sich die Makler-Kosten sparen.

Die großen Immobilienportale bieten inzwischen alle Suchanzeigen an. Im Vergleich zu den Wohnungsangeboten ist deren Zahl allerdings noch verschwindend gering: Bei Immobilienscout24 stehen 3000 Suchanzeigen mehrere Hundertausend Angebote gegenüber. „Die Anzeigen sind als zusätzlicher Kanal gedacht für Leute, die etwas mehr machen wollen“, sagt Sprecher Marcus Drost. Wer hier sucht, tut das oft mit Bewerbungsfoto und gibt zumindest den Beruf preis. Meistens jedoch viel mehr.

40 Prozent der Vermieter, so schätzt Drost, könnten wegen der zusätzlichen Kosten auf die Maklerdienste verzichten. Wer das nicht könne, weil er nicht vor Ort wohne, werde versuchen, die Kosten auf die Mieter abzuwälzen, sagt Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus und Grund. „Doch häufig wird das nicht gehen.“

 

Noch haben Makler 50 Prozent Marktanteil

Derzeit wird in Deutschland nach Zahlen des Immobilienverbands IVD fast die Hälfte der Wohnungen durch Makler vermittelt. In Großstädten ist die Quote am höchsten. Viele Vermieter wüssten nicht, was der Makler alles für sie übernehme, sagt IVD-Jurist Christian Osthus.

Makler hätten auch eine Pufferfunktion und schützten die Privatsphäre der Auftraggeber. Voigtländer erwartet eine Bereinigung auf dem Markt. „Es bleiben die, die Beratungsleistungen erbringen.“

 

Start-Ups erfinden neue Modelle

In die Lücke, die sich nach Einführung des Bestellerprinzips auftun könnte, drängen Start-Ups wie das Münchner Unternehmen Faceyourbase. Hier sieht man sich als „erste Matchingbörse für den Immobilienmarkt, die das Problem der Makler-Provision für Vermieter und Mieter aktiv löst“.

Mieter können sich mit ihrem Facebook -Profil präsentieren oder für 99 Cent Fotos und persönliche Informationen hochladen. Vermieter wählen von einer Fotobewerberwand aus. Mehr als zehn Bewerber, das wird garantiert, werden nicht zur Besichtigung eingeladen. Vor gut zwei Monaten ist Faceyourbase gestartet. Zwischen 600 und 800 Nutzer haben sich registriert, doch noch sind kaum Wohnungen online.

 

Gute Bonität entscheidet

Für manche werde die Wohnungssuche durch die Inserate schwieriger, meint Voigtländer. Kunden mit schlechter Bonität oder Familien mit Kindern können gleich aussortiert werden – bevor sie den Vermieter beim persönlichen Gespräch überzeugen können. Franziska und Lewis dagegen betonen in ihrer Bewerbung sogar: „Wir sind bereit, eine Maklerprovision zu tragen.“

 

Homepage:

www.focus.de/

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Ab 2015 Neuregelungen: Mietpreisbremse und Maklercourtage

Endlich! Lange mussten deutsche Mieter auf sie warten. 2015 treten sie nun endlich in Kraft: Die Mietpreisbremse sowie die Abschaffung der Maklerprovision!

Die Mietpreisbremse und auch die Frage, wer bei der Wohnungssuche den eingeschalteten Immobilienmakler bezahlt, stehen 2015 nicht länger im Raum. Denn seit diesem Jahr dürfen die Länder selbst regeln, in welchen Gebieten die Miete bei Neuvermietungen nicht stärker als zehn Prozent steigen darf. Und Makler müssen zukünftig von demjenigen bezahlt werden, der ihn bestellt hat.

Mietpreisbremse: Wie ist sie geregelt?

Die Mietpreisbremse soll dafür sorgen, dass künftig insbesondere in begehrten Wohnlagen Mietpreissprünge von 20, 30 oder mehr Prozent verhindert werden. Denn laut Bundesregierung sollen sich auch in Zukunft Normalverdiener Wohnraum in diesen Lagen leisten können.

Die Neuregelung sieht daher vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden darf, zuzüglich 10 Prozent.

Des Weiteren werden die Länder dazu ermächtigt, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt, in denen die Mietpreisbremse gilt, für höchstens fünf Jahre auszuweisen.

Hingegen neu errichtete und umfassend modernisierte Wohnungen bei Erstvermietung von der Mietpreisbegrenzung ausgenommen werden, da man Investitionen in Neubauten und umfassende Modernisierungen nicht unterbinden möchte.

Zudem ist es auch vorgesehen, dass eine zulässig vereinbarte Miete auch bei Wiedervermietung weiter verlangt werden darf. Demnach werden Vermieter also nicht gezwungen, eine frei gewordene Wohnung unterhalb der bisherigen Miete anzubieten.

Die Maklercourtage: Was steckt dahinter?

Im Maklerrecht ist das allgemein akzeptierte Prinzip verankert: „Wer bestellt, der bezahlt”. Zukünftig soll dadurch sichergestellt werden, dass diejenige Partei, die die Leistung eines Maklers veranlasst, auch dazu verpflichtet ist, die anfallenden Maklergebühren zu zahlen.

In der Praxis ist dies oft der Vermieter, der mit Hilfe eines Maklers einen neuen Mieter sucht. Künftig muss also der Vermieter alleine die Kosten für einen Makler tragen, wenn er einen neuen Mieter für seine Immobilie sucht.
Unwirksam ist eine hiervon abweichende Vereinbarung.

 

Zur Anbieter-Website: 

news.immobilo.de

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Mietpreisbremse führt sehr wahrscheinlich zur Verknappung von Mietwohnungen

Die neue Regelung zur Mietpreisbremse soll im Frühjahr 2015 in Kraft treten. Die Mietpreisbremse wird für einen Großteil der neu vermieteten Wohnungen Wirkung zeigen. Was jedoch niemand so recht bedacht haben könnte ist der Fakt, dass wirtschaftliches Bauen eben auch nur unter bestimmten Vorraussetzungen funktionieren kann. Eine dieser Vorraussetzungen ist nach wie vor die Höhe der erzielbaren Miete.

Marco Sauer, Immobilienexperte und CFO der Berlin Immowert betreut seit vielen Jahren internationale Investoren und sieht hier eine Trendwende. Er mahnt deshalb zur Vorsicht: Die umfangreiche Sanierung von Bestandsimmobilien sowie der Bau neuer wohnwirtschaftlicher Projekte erfordert auch immer ein hohes Maß an finanzieller Vorausschau. Natürlich sind und bleiben aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB Immobilienkäufe als Anlageform weiterhin interessant, wer jedoch heute ein ambitioniertes Immobilienprojekt plant trägt ein großes finanzielles Risiko bei dem, abgesehen vom zu erbringenden Eigenkapital, eben meist auch große Teile fremdfinanziert werden müssen.

Bislang hatte man hierbei weitestgehend die unternehmerische Freiheit den Mietzins bedürfnisgerecht anzupassen. Durch die Mietpreisbremse jedoch wird der Markt zu Lasten der Investoren und Anleger verzerrt werden. Wer nun zukünftig beispielsweise ein Mehrfamilienwohnhaus erwerben möchte muss von vornherein ohne nennenswerte Möglichkeiten der Anpassung auskommen und kalkulieren. Beim Erwerb einer solchen „nicht anpassungsfähigen Immobilie” bleiben bei etwaigen Veränderungen im Zinsmarkt nicht kalkulierbare Risiken zurück.

Fazit: Der zunehmende Druck auf Investoren und Anleger wird mittelfristig sehr wahrscheinlich dazu führen, dass viele Objekte die normalerweise für eine Einbindung in den Mietmarkt zur Verfügung stehen könnten durch Aufteilung und Verkauf an Eigennutzer dem regionalen Angebot entzogen werden. Denn einzig hierdurch ließe sich für Verkäufer ein adäquater Kaufpreis erzielen. Das Interesse am Kauf von Renditeimmobilien ist bisher ungebrochen. Die Berlin Immowert setzt aber auf nachhaltige Vermögenslösungen und bietet deshalb auch zu diesen speziellen Themen umfassende Beratung und Betreuung an.

Die Berlin Immowert erbringt Dienstleistungen für Immobilienfonds und Immobilieninvestoren. Von der Betreuung der Kapitalanleger über die Akquise und den Einkauf der Immobilien bis zum Management der entsprechenden Shares und Assets. Sie agiert dabei als ganzheitlicher Immobilienmanager, der von der Projektierung- bis zur Verwertungsphase einer Immobilie die Dienstleistungen Akquise, Due Diligence, Asset- und Property Management erbringt. Zahlreiche namhafte Verkäufe wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich von ihr betreut.

Zuerst veröffentlicht auf:

http://news.immobilienscout24.de/rund-um-die-immobilie/

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Mit der Familie nach Berlin umziehen

Wir lebten bisher in einer kleinen Stadt in der Nähe von Hamburg, wir das sind mein Mann und meine 2 Kinder im Alter von 6 und 10 Jahren. Mein Mann stieg in seiner Firma immer höher und es kam ein Angebot, die Niederlassung in Berlin selbständig zu leiten. Er arbeitet in der IT-Branche. Wir hatten glücklicherweise ein paar Wochen Zeit, uns das zu überlegen. Die Kinder waren natürlich überhaupt nicht begeistert, sie wollten nicht aus der gewohnten Umgebung und vor allem wollten sie nicht ihre Freunde aufgeben.

Ich selbst hingegen wollte gerne nach Berlin, ich lebte dort schon mal 1 Jahr und die Stadt gefiel mir. Mein Mann wollte sich neutral verhalten, aber es war klar, dass er diese Chance nutzen wollte. Bevor wir fest zusagten, mussten wir uns über den Berliner Immobilienmarkt informieren. Wir wohnten bisher zur Miete, konnten uns aber auch vorstellen, eine Eigentumswohnung in der Hauptstadt zu kaufen. Wir beschlossen, nachdem wir die Immobilienbörsen im Internet durchforstet haben, selbst für ein Wochenende nach Berlin zu fahren, die Fahrtzeit von 2 Stunden ist erträglich. Wir hatten einige Besichtigungstermine mit einem Makler aus Berlin vereinbart. Sowohl Mietwohnungen als auch Eigentumswohnungen in Berlin standen auf dem Programm. Wir hatten Besichtigungstermine in Miet- oder Eigentumswohnungen in Prenzlauer Berg, Mitte und Charlottenburg. Das sind allerdings auch die beliebtesten Bezirke in Berlin. Der sehr kompetente Makler, der wirklich schöne Angebote in seinem Portfolio hatte, nahm sich viel Zeit und wollte uns nichts aufschwatzen. Während der Besichtigung fiel mir auf, dass trotz der enormen Bombenschäden vom 2. Weltkrieg noch viel alte Bausubstanz in Berlin erhalten ist. Da wir sowieso eine Altbauwohnung präferierten, hatten wir schließlich in Charlottenburg eine Wohnung gefunden, die wirklich allen Familienmitgliedern gefiel. Der Makler hatte sie extra für den Schluss der Besichtigung aufgehoben, sozusagen als Highlight. Es ist eine wunderschöne 5-Zimmer Wohnung mit altem Parkett, Flügeltüren und im Vergleich zu unserer bisherigen Wohnung riesig. Die Kinder waren hellauf begeistert. Der Makler nannte den Mietpreis, der nicht wirklich günstig war. Na ja, die Wohnung ist auch sehr groß. Jedenfalls waren wir über die Mietpreise in Berlin durch das Internet bestens informiert und die geforderte Miete lag im Durchschnitt. Genau diese Wohnung hatte uns den letzten Anstoß gegeben, nach Berlin umzuziehen. Nachdem sich der Makler sehr zuverlässig um alles gekümmert hatte, kamen wir zur Übergabe der Wohnung. Alles lief sehr professionell ab und wir konnten am gleichen Tag einziehen. Die Provision für diesen empfehlenswerten Makler aus Berlin zahlten wir fast gerne. Bis heute haben wir alle die Entscheidung nicht bereut.
Falls jemand einen guten Makler in Berlin sucht: www.grosse-immobilien.de

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Lieber jetzt als später – Index prophezeit: Günstiger als jetzt wird ihre Traum-Immobilie nie wieder

Günstiger als heute wird die Wunsch-Immobilie kaum mehr zu haben sein. Wann die Chance nutzen – wenn nicht jetzt? Die Prognosen sagen: Schon bald könnte es schwieriger werden, an sein Eigenheim zu kommen.

Quizfrage: Waren die Zinsen in Deutschland vielleicht schon einmal niedriger als heute? Klare Antwort: Nein, so tief standen sie noch nie. Seit mehr als 30 Jahren wird Geld in der Bundesrepublik immer billiger. Unterbrochen nur von zwischenzeitlichen Anstiegen, sind die Zinsen immer weiter gesunken.

Und wenn etwas so lange im eigenen Sinne läuft, dann sollte man dem nicht immer nur zuschauen, sondern die Gunst der Stunde nutzen und aktiv werden. Das gilt für alle, die sich für den Erwerb einer Immobilie interessieren. Nicht weniger als 84 Prozent der Deutschen sind der Überzeugung, dass sich ihr Wohntraum am ehesten im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung verwirklichen lässt, ergab eine Umfrage für den Baufinanzierungsvermittler Interhyp. Auch drei Viertel aller befragten Mieter würden demnach lieber in den eigenen vier Wänden leben. Kinder verstärken diesen Wunsch noch: Fast 90 Prozent der Mieter mit Kindern träumen vom eigenen Haus oder von der eigenen Wohnung.

Den Traum können die Deutschen so gut verwirklichen wie kaum je zuvor – obwohl Wohnungen und Häuser gerade in begehrten Lagen in den vergangenen Jahren schon teurer geworden sind. Das beweist der sogenannte Erschwinglichkeitsindex des Immobilienverbands Deutschlands (IVD). Die Ursache dafür sind vor allem die immer weiter sinkenden Zinsen, aber auch steigende Gehälter. Der Erschwinglichkeitsindex fasst die Faktoren Immobilienpreise, Zinsniveau und verfügbares Einkommen zu einer Kennzahl zusammen. Je höher diese Kennziffer, desto leichter kann der durchschnittliche Haushalt in Deutschland ein Eigenheim erwerben. Der Index steht fast auf Rekordwert – Kaufen ist also so günstig wie selten zuvor.

 

Ohne Einschränkungen zum Eigentum?

Zu Recht sehen viele angehende Immobilienbesitzer eine gute Gelegenheit, um jetzt zuzugreifen: Mehr Menschen als noch vor einem Jahr rechnen damit, dass sie für den Kauf einer Immobilie ohne finanzielle Einschränkungen auskommen. Das belegt das Immobilienbarometer, eine von ImmobilienScout24 und Interhyp im August durchgeführte repräsentative Studie unter 2000 Immobilieninteressenten.

Knapp zwei Drittel aller Befragten sind davon überzeugt, dass sie sich nach dem Immobilienerwerb nicht finanziell einschränken müssen (62,5 Prozent). 2013 dachten dies noch 54,9 Prozent. „Angehende Eigenheimbesitzer sollten die Gelegenheit jetzt nutzen, um ihre geplante Baufinanzierung gründlich durchchecken zu lassen“, rät Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender von Interhyp, einem der Spezialisten für die private Baufinanzierung.

 

70 000 Euro mehr Haus leisten

Dank der rekordtiefen Zinsen kann man sich jetzt reichlich Haus leisten: Wer heute 800 Euro Miete bezahlt, diese Summe in die Finanzierung und Rückzahlung eines Kredits investiert und zusätzlich 30 000 Euro Eigenkapital mitbringt, bekommt beim aktuellen Zinsniveau von 2,20 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent ein 15-jähriges Darlehen in Höhe von 228 500 Euro. Steigen die Zinsen nur um einen Prozentpunkt auf das Niveau, das vor einem Jahr herrschte, sind nur noch 184 600 Euro Kredit drin. Ein Zinssatz von 4,2 Prozent erlaubt gar nur noch 154 800 Euro Kredit.

 

Vorsicht vor einer schnellen Wende

Anders ausgedrückt: Ein 200 000-Euro-Kredit mit 15 Jahren Zinsfestschreibung zu 2,3 Prozent Zins und zwei Prozent Tilgung verteuert sich von einer Monatsrate von 715 Euro sprunghaft um fast die Hälfte auf 1048 Euro, wenn das Zinsniveau nur um zwei Prozentpunkte zulegt. 2011 beispielsweise lag das Zinsniveau noch um zweieinhalb Prozentpunkte höher als heute. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, Maßstab für langfristige Zinsen, sprang zwischen 2012 und 2013 schnell einmal um fast einen Prozentpunkt nach oben. Eine Zinswende kann also unerwartet und sehr rasch erfolgen.

Wer sein Wunschobjekt gefunden hat, sollte daher schnell eine Baufinanzierung anpeilen, gratis von den Interhyp-Spezialisten durchleuchten lassen – und dann rasch handeln, wenn alle Parameter passen.

 

Erstmals erschienen auf:

http://www.focus.de/

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Barrierefreies Wohnen

Lange Suchen gehören für Rollstuhlfahrer dazu. Barrierefreie und bezahlbare Wohnungen sind nur schwer zu finden. Wohnungsämter und größere Wohnungsbaugesellschaften sind erste Ansprechpartner.

Wenn eine Wohnung besondere Voraussetzungen erfüllen muss, kann das die Suche erschweren. Gerade behindertengerechte und barrierefreie Wohnungen sind nicht leicht zu finden. Oft erstreckt sich die Suche über einen längeren Zeitraum, manchmal sogar Jahre. Barrierefreiheit heißt zudem nicht zwangsläufig, dass die Immobilien auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Es geht bei dem Begriff primär um den uneingeschränkten und vollständig freien Zugang für Jedermann und deshalb vor allem für bewegungseingeschränkte Menschen. Rollstuhlfahrer haben es besonders schwer bei der Wohnungssuche. Da der Bedarf durch die alternde Gesellschaft immer weiter steigt, besteht jedoch Hoffnung. Immer mehr Bauträger achten auf Barrierefreiheit ihrer Neubauten.

Finanzielle Probleme

Bewegungseingeschränkte Personen oder auch Rentner, also diejenigen, für die barrierefreie Wohnungen gedacht sind, verfügen oft nur über ein geringes Einkommen. Da zur Barrierefreiheit aber zum Beispiel ein behindertengerechtes Badezimmer und andere bauliche Besonderheiten gehören, sind die Baukosten meistens höher als bei den „normalen“ Immobilien. Das schlägt sich natürlich auf den Mietpreis nieder. Außerdem sind solche Wohnungen, den Ansprüchen entsprechend, großzügiger geschnitten. Ein Faktor, der sich ebenfalls auf die Miete niederschlägt. Wer Leistungsempfänger beim Jobcenter oder Sozialamt ist, sollte deshalb zunächst mit der jeweiligen Stelle Rücksprache halten, bevor die Wohnung angemietet wird.

Neben der Suche nach einer neuen Wohnung, ist es natürlich auch möglich, das jetzige Zuhause barrierefrei zu gestalten. Dazu gehören ein behindertengerechtes Badezimmer, breite Türzagen, eine Rampe vor der Haustür und eventuell ein Aufzug, sowie spezielle Möbel. Wenn eine Wohnraumanpassung wegen zu hoher Umbaukosten oder des Vermieters nicht möglich ist, muss nach einer passenden Immobilie gesucht werden.

Rollstuhlbenutzer-Wohnung mit Wohnberechtigungsschein

Anspruch auf eine Rollstuhlbenutzer-Wohnung haben meist nur Personen mit Wohnberechtigungsschein (WBS). Dieser kann üblicherweise beim Wohnungsamt des zuständigen Bezirkes beantragt werden. Wer keinen WBS hat, kann sich an größere Wohnungsbaugesellschaften wenden. Sie haben oft barrierefreie Wohnungen im Angebot, ohne diese als solche auszuweisen. Fragen lohnt sich also.

 

Originalbeitrag:

news.immobilo.de/2014/10/22/

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Ungewöhnlich wohnen

Hausboot, Feuerwache oder Baumhaus? Einige Menschen bewegen sich in einem ganz anderen Wohnambiente, als der Ottonormalbürger. Oft haben sie sich damit einen Wunsch erfüllt.

Manche Menschen mögen es lieber ungewöhnlich. Bunte Klamotten, Irokesenschnitte und auffällige Tattoos sind aber nicht alles. Mietswohnung oder Einfamilienhaus entsprechen manchmal nicht der Wunschvorstellung. In der Metropolestadt Berlin, in der es sowieso schon verrückter zugeht als anderswo, gibt es zahlreiche Hausboote auf der Spree. Bis auf das leichte Schaukeln, welches die Wasserbewegung mit sich bringt, ist das Hausbootleben aber gar nicht so anders, als in einer Mietwohnung. Die Kosten sind oft ähnlich, nur die Winter sind kälter und im Sommer kann man sich vom Wohnzimmer aus direkt im kühlen Nass erfrischen.

Gebäudeumnutzungen

Sobald die Schulzeit vorbei ist, will man die Schule eigentlich nie wieder betreten. Eine Berliner Rechtsanwältin wohnt sogar in einer, wie die Berliner Zeitung berichtet. Das Flair der alten Zeit ist erhalten geblieben. Stühle und Tische, an denen früher gelernt wurde, sind nun zu einer Essgruppe umgenutzt worden. Verlassene Schals hängen noch auf den Fluren und an den Tafeln stehen lustige Sprüche. So eine Umnutzung, allerdings nur temporär, kommt auch flexiblen Personen zugute, die nicht so viel Miete zahlen und dennoch ungewöhnlich wohnen wollen. Als Hauswächter bewachen sie Schlösser, Feuerwachen und Klöster solange, bis sie wieder vermietet oder verkauft sind.

Wo kreative, junge Köpfe aufeinander treffen, entstehen oft interessante Wohnkonzepte. In einer Berliner WG wird das Konzept des funktionalen Wohnens (FuWo) gelebt. Hier wird alles geteilt. Es gibt keine eigenen Zimmer, diese sind eher nach Funktionen geordnet. Es gibt einen Raum für Anziehsachen. Es kann sich jeder aussuchen, worauf er gerade Lust hat. Nachts schläft man in dem Bett, was gerade noch frei ist, oder einem am Besten zusagt. So verschieden die Wohnkonzepte auch sind, gemeinsam haben sie, dass sie die Bewohner glücklich machen.

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Tipps für die erste eigene Wohnung

Endlich hat man es geschafft: Die erste eigene Wohnung! Doch bevor man in seine eigenen vier Wände zieht, sollte man sich gut informieren und einige Tipps berücksichtigen:

Bewerberfragebogen

Ein solcher Bogen ist heutzutage die Regel! Hier müssen für den Wohnungseigentümer einige  persönliche Angaben vom potenziellen neuen Mieter gemacht werden. All diejenigen, die sich weigern einen Bewerberfragebogen auszufüllen, haben schlechte Karten, die Wohnung zu bekommen.

Allerdings muss man nur insoweit Auskunft geben, wie der Vermieter ein berechtigtes Interesse daran hat. Dazu zählen beispielsweise auch die monatlichen Einkünfte oder auch die generelle Bonität.

Mietkaution

Ebenfalls die Regel ist eine Mietkaution. Sie umfasst maximal drei Monats-Kaltmieten, die man in drei gleichen Monatsraten zahlen muss. Allerdings ist darauf zu achten, dass man bei einer Kaution immer die dazugehörige Quittung vom Vermieter erhält!

Zudem sollte man die Quittung und den Bankbeleg zusammen mit dem Mietvertrag gut aufheben. Wenn es nach dem Auszug nichts zu beanstanden gibt und keine weiteren Beträge offen sind, dann muss der Wohnungseigentümer die Kaution plus Zinsen spätestens nach sechs Monaten wieder zurückzahlen.

Ruhezeiten

Oft gibt es Probleme mit Lärm und Lautstärke in einem Wohnhaus. Dabei sollte beachtet werden, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten werden müssen. Sie liegen meist zwischen 13 – 15 und zwischen 22 – 6 Uhr! Renovierungen sollten daher so organisiert sein, dass die geräuschvollen Arbeiten vor 20 Uhr erledigt sind.

Umbauarbeiten

Wenn der Mieter die Wände seiner Wohnung streichen oder Teppich verlegen möchte, dann ist das sein gutes Recht. Er kann frei entscheiden, mit welcher Farbe er die Wände streichen möchte und welcher Boden in seine Wohnung soll.

Bei baulichen Veränderungen braucht er allerdings die Zustimmung des Vermieters.
Umbauten sollte man sich daher vorab schriftlich genehmigen lassen. Andernfalls kann der Wohnungseigentümer verlangen, dass nach dem Auszug der ursprüngliche Zustand der Wohnung wieder hergestellt werden muss. Die Kosten liegen dann aber auf Seiten des Mieters.

Haustiere
Jeder Mieter darf Kleintiere wie Hamster oder Wellensittiche halten. Das ist gar kein Problem. Doch für alle anderen Tiere gelten die Regelungen im Mietvertrag. Besonders bei Hunden muss der Mieter vorher eine Absprache mit dem Vermieter treffen. Denn permanentes, lautes Hundegebell kann zu Beschwerden oder gar Anzeigen führen.

Staffelmiete

Diese Art der Mietregelung legt von vornherein fest, dass sich die Miete regelmäßig erhöht. Nach einem Jahr ist eine solche Anhebung erstmals möglich, allerdings nur beschränkt: So darf die erhöhte Miete maximal 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Im Vertrag müssen zudem die zukünftigen Monatsmieten oder der Steigerungsbetrag geregelt sein.

 

zur Webseite:

http://news.immobilo.de

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Widerrufsrecht für Maklerverträge

Neue EU-Richtlinie: Immobilienmakler sind nun dazu verpflichtet ihre Kunden über das Widerrufsrecht aufzuklären. Dennoch richten sich nicht alle Immobilienprofis nach dieser Vorgabe. Sie könnten ihre Provision verlieren.

Durch eine neue EU-Verbraucherrichtlinie, die Mitte Juni in Kraft getreten ist, haben Kunden mehr Rechte bei der Immobilienvermittlung. Die wichtigste Neuerung unter den Richtlinien zur Wohnungsvermittlung betrifft auch Maklerverträge. Entsprechende Umstände erlauben einen Widerruf des Vertrages auch nach Abschluss. Konkret betrifft dies Verträge die entweder nicht in geschlossenen Geschäftsräumen oder über sogenannte Fernwege, beispielsweise E-Mails und Briefe, abgeschlossen wurden. Innerhalb dieses Rahmens steht den Kunden ein befristetes Widerrufsrecht zu, über das sie vom Makler ordnungsgemäß aufgeklärt werden müssen. Dazu gehört auch ihnen ein Widerrufsformular auszuhändigen. Die Widerrufsfrist endet 14 Tage nach Vertragsabschluss, beginnt allerdings nicht ehe der Kunde über selbige belehrt wurde.

Wie gehen Makler damit um?

Bei der Immobilienvermittlung geht es wie in so vielen anderen Bereichen um Transparenz. Für den Kunden ist es wichtig zu wissen, welche Leistungen erbracht werden und wie sich das Vertragsverhältnis aufbaut. Die Neuregelung hat zur Folge, dass sich die Makler nun überlegen müssen, ob sie mit der Arbeit schon vor der Widerrufsfrist beginnen. Gerade im Bereich der Online-Verträge könnte dies zu Problemen führen. Auch wenn eine erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie stattgefunden hat, kann innerhalb der Frist der Vertrag widerrufen werden. Immobilienmakler fürchten nun um ihre Provision. Die Makler haben einen Anspruch auf Wertersatz, wenn der Kunde bei Vertragsabschluss ausdrücklich zugestimmt hat, dass schon vor Ablauf der Frist mit der Suche nach einer geeigneten Immobilie beginnen soll.

Eine Befragung durch das Immobilienportal Immonet ergab allerdings, dass rund 19 Prozent der Immobilienmakler ihre Kunden nicht über das Widerrufsrecht aufklären wollen. Dadurch verlängert sich das Widerrufsrecht automatisch um ein Jahr. Also könnten Kunden auch lange nach ihrem Einzug den Vertrag widerrufen und die Provision zurück verlangen. Die zweiwöchige Frist abzuwarten wird hingegen im schnelllebigen Immobilienalltag nicht praktikabel sein. Solange der Kunde aber der Aufnahme des Geschäfts vor Ablauf der Frist zustimmt und er ordnungsgemäß über seine Rechte belehrt wurde, entstehen auf beiden Seiten keine Probleme.

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Aufatmen für alle Weltenbummler – Untervermietung darf nicht verweigert werden

Ist es möglich eine Mietwohnung während eines längeren Auslandsaufenthaltes unterzuvermieten? Ja, urteilt jetzt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Denn die im Job geforderte Flexibilität dürfe nicht zu Lasten der Mieter fallen.

Im Beruf wird immer mehr räumliche Flexibilität erwartet. Studierende können und sollen während des Studiums ein Auslandssemester absolvieren und auch im Job sind längere Auslandsaufenthalte oft an der Tagesordnung. Doch was passiert mit der Wohnung, während man Außerlandes weilt?

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) hat nun im Falle eines Ehepaars aus Hamburg geurteilt. Während eines auf vier Jahre befristeten Auslandaufenthalts wollte dieses seine Wohnung in Hamburg teilweise untervermieten, um später wieder dahin zurückkehren zu können. Einen Raum behielten sie als Lagerraum für ihre Möbel und als eventuelle Übernachtungsmöglichkeit. Ihr Vermieter wollte die Untervermietung der Wohnung allerdings nicht erlauben, mit der Begründung, die Familie würde sich gar nicht mehr in der Wohnung aufhalten.

Recht auf teilweise Untervermietung darf nicht verwehrt werden

Nach Paragraf 553 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) darf eine Mietwohnung teilweise untervermietet werden, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse daran hat „einen Teil des Wohnraums einem Dritten zum Gebrauche zu überlassen“. Der BGH erklärte zum aktuellen Fall, dass die Voraussetzungen des Paragrafen 553 erfüllt seien, sobald ein Zimmer einer größeren Wohnung zur Nutzung durch die eigentlichen Mieter vorgesehen sei. Deshalb hätte der Vermieter im vorliegenden Fall die Untervermietung nicht verwehren dürfen. Den Mietern wurde deshalb vom Gericht ein Schadensersatz in Höhe der für den Zeitraum angefallen Mietkosten zugesprochen.

Der Anwalt des Paares betonte noch einmal, dass das Ehepaar die Wohnung nur für den Zeitraum des Auslandsaufenthaltes aufgeben wollte, um danach wieder seinen Lebensmittelpunkt dahin zurückverlegen zu können. Auch der Deutsche Mieterbund begrüßte das Urteil und befand es für „gerecht und praxistauglich“, so FR Online.

Mietern darf demnach eine teilweise Untervermietung ihrer Wohnung nicht verweigert werden, sonst haben sie einen Anspruch auf Schadensersatz. Die Vollständige Untervermietung hingegen ist in Paragraf 540 geregelt. Bei Verweigerung hat der Mieter hier nur das Recht auf eine außerordentliche Kündigung.

 

Original:

news.immobilo.de/

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Auslagern statt ausmisten – Mehr Platz im Keller: Das taugen Lagerabteile

Die Wohnung ist zu klein, der Keller zu voll und auch auf dem Dachboden stapelt sich bereits einiges: Für viele ist der letzte Ausweg, ein Lagerabteil zu mieten. Vor allem in Großstädten sind sie zu finden, denn dort ist der Wohnraum oft besonders knapp.

Markt ist unübersichtlich

In den USA gibt es den Trend zum „Selbsteinlagern“ bereits seit 60 Jahren. In Deutschland boomt der Markt noch nicht ganz so lange. Und er ist vor allem eins: unübersichtlich. Denn viele Anbieter veröffentlichen ihre Preise nicht auf ihrer Website. Interessierte müssen am schlimmsten Fall also jeden Anbieter persönlich anfragen. Dabei sind selbst die Preise beim gleichen Unternehmen von Stadt zu Stadt unterschiedlich.

Die „Stiftung Warentest“ hat die Mietlager genauer unter die Lupe genommen. Das Fazit: Kunden sollten sich gut überlegen, welche Gegenstände sie auslagern wollen, denn die Mietlager sind nicht billig. In Berlin beispielsweise können für einen Quadratmeter bis zu 40 Euro fällig werden.

Vorsicht bei Billig-Anbietern

Vergleichen lohnt sich auch bei den Leistungen, die im Angebot enthalten sind. Wer möchte schon seine Kisten mühsam zum Lagerabteil schleppen, weil das Lagerhaus keinen Aufzug hat? Solche bösen Überraschungen erlebt man oft bei Anbietern, die mit besonders niedrigen Preisen locken.

Ratsam ist es daher, seine Sachen bei einem Anbieter einzulagern, der Mitglied beim Branchenverband deutscher Selfstorage ist. Denn dieser schreibt seinen derzeit 22 Mitgliedern feste Qualitätsrichtlinien.

In den Lagerhäusern dieser Unternehmen muss es beispielsweise ein Diebstahlmeldesystem und Rauchmelder geben. Viele Eingänge werden deshalb per Video und nachts zusätzlich von Sicherheitsfirmen überwacht. Kunden können sich zudem sicher sein, dass die Lagerräume trocken und sauber sind.

Zusatzversicherungen ratsam

Für spezielle Bedürfnisse gibt es sogar Anbieter, die die klimatischen Bedingungen ihrer Abteile regulieren können. So kann auch der Weinliebhaber seine Flaschen sicher lagern.

Vor allem bei Wertgegenständen ist dann sinnvoll, eine Zusatzversicherung beim jeweiligen Storage-Unternehmen abzuschließen. Denn: Eingelagertes ist nicht automatisch gegen Diebstahl oder Wasserschäden versichert und auch die eigene Hausratversicherung greift in diesem Fall häufig nicht.

Die „Stiftung Warentest“ empfiehlt daher, vorab mit der Hausratversicherung zu klären, ob Schäden außerhalb der eigenen Wohnung mitversichert sind. Außerdem sollte man die verschieden Lageranbieter vorher vergleichen, beispielsweise unter storagespot.de oder lager-vergleich.com.

Mietlager oft nur in Großstädten

Im deutschsprachigen Raum ist das Unternehmen Myplace mit rund 25.000 Kunden und 35.000 Lagerabteilen der größte Anbieter für Mietlager. 23 Standorte hat der Marktführer bereits in Deutschland. Jährlich komme etwa ein neuer hinzu, sagt der geschäftsführender Gesellschafter von MyPlace-Selfstorage, Martin Gehardus. Der Markt wachse zwar langsam aber stetig.

Andere große Anbieter sind Lagerbox mit 14 Standorten, Shurgard mit 11 Filialen, Secur und Pickens mit neun beziehungsweise sechs Lagerhäusern. Der Nachteil für alle, die nicht in einer Metropol-Region wohnen: Die Lagerhäuser gibt es meist nur in Großstädten.

Europäischer Markt wächst

Viele weitere Standorte dürfte es aber bald geben, denn der europäische Markt birgt noch großes Potenzial. In Europa liegt die Bewirtschaftungsdichte nämlich erst bei rund 1,5 Prozent des US-Marktvolumens.

Wenn also demnächst der Platz in der eigenen Wohnung nicht mehr ausreicht, lohnt es sich auf jeden Fall, ein Angebot bei den Mietlager-Anbietern einzuholen.

zur Webseite:

www.focus.de/immobilien/mieten

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Anspruch auf Schadenersatz – Kündigung bei Eigenbedarf: So wehren sich Mieter gegen der Rauswurf

Die eigene Wohnung stellt für Menschen in der Regel den Lebensmittelpunkt dar. Insbesondere wenn sie schon seit Jahrzehnte darin wohnen.  Kündigt der Vermieter dann wegen Eigenbedarfs, ist das für viele ein Schock. Und diese Form der Kündigung nehme zu, sagt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des deutschen Mieterbundes.

“Je mehr Gerichte diesen Kündigungsweg ausweiten, desto leichter fällt es Investoren, Mieter aus ihrer Wohnung rauszuwerfen”, sagt Ropertz dem Verbrauchermagazin “Finanztest” in dessen aktueller Ausgabe. Bisher sei es nicht selbstverständlich gewesen, dass Gerichte Mieter aus Wohnungen reißen, obwohl der Eigentümer diese nur teilweise nutzen will, heißt es in dem Bericht.

Das änderte sich mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Demnach dürfen Vermieter Mietern kündigen, auch wenn die Wohnung nicht ihr Lebensmittelpunkt werden soll (Az. 1 BvR 2851/13).

 

Der Mieterbund sei besorgt, weil Vermieter Eigenbedarf leicht vortäuschen können, schreibt “Finanztest”. Beispiel: Ein Paar gibt vor, sich zu trennen und ein Partner will in die Wohnung ziehen. Sobald der Mieter draußen ist, versöhnen sich beide wieder und die Wohnung wird teurer neu vermietet. Fliegt die Täuschung auf, kann der Mieter jedoch Schadenersatz verlangen. 

 

Tricks können für Vermieter teuer werden

Recht auf Rückkehr: Ist ein Mieter ausgezogen, obwohl die Kündigung nicht rechtens war, darf er in die Wohnung zurückkehren (BGH, Az. 307 S 72/08). Geht das nicht, muss der Vermieter Schadenersatz zahlen. Das gilt auch, wenn der Mieter einen Aufhebungsvertrag unterschrieben hat, weil er glaubt, dass die Kündigung rechtens sei (BGH, Az. VIII ZR 231/07).

 

Recht auf Geld: Mieter erhalten die Umzugkosten ebenso wie die Mehrkosten, wenn die neue Wohnung teurer ist. Die Mietdifferenz bekommen sie bis zu dem Tag, zu dem der Vermieter eine berechtigte Kündigung hätte aussprechen können – etwa wegen Eigenbedarfs. Das können Jahre sein. Gerichte sehen drei Jahre als Grenze. In Einzelfällen sind auch fünf Jahre möglich (LG Wuppertal, Az. 16 S 80/97). Mögliche Mieterhöhungen für die alte Wohnung sind einzurechnen. Hinzu kommen unter anderem Kosten für die Wohnungssuche, die Doppelbelastung durch die Miete der alten und der neuen Wohnung sowie Kosten für den Einzugsanstrich der neuen Wohung.

Kündigung wegen Eigenbedarfs ist in Deutschland ein brisantes Thema. Schließlich wohnt die Hälfte der Deutschen zur Miete. Zwei Drittel oder 15 Millionen der Wohnungen seien privat vermietet, schreibt “Finanztest”. Die rasant gestiegenen Mieten und Immobilienpreise machen es immer lukrativer, Altmieter loszuwerden.

 

Jedes Jahr würden bis zu 12.000 Fälle vor Gericht landen, schätzt der Mieterbund. Als Kündigungsgrund kommt für Vermieter praktisch nur Eigenbedarf infrage. Andere Wege sind verbaut, solange sich der Mieter vertragsgemäß verhält – er also pünktlich zahlt und sich an die Hausordnung hält. In seltenen Fällen ist die Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen eine Möglichkeit.

 

Seite besuchen:

http://www.focus.de/immobilien/mieten/rechte_und_pflichten

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Markt für Wohnimmobilien verzeichnet stabile Entwicklung

Der deutsche Markt für Wohnimmobilien verzeichnet trotz schwächelnder Konjunktur weiterhin einen Aufwärtstrend. Sowohl Mieten als auch Kaufpreise für Wohnimmobilien konnten in 2012 zulegen, allerdings in geringerem Maße als im Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung zum deutschen Wohnimmobilienmarkt, die kürzlich von der HSH Nordbank veröffentlicht wurde.

Abschnitte dieses Artikels:

Mietpreisentwicklung bundesweit

Für die Studie „Marktkonferenz Wohnimmobilien Sommer 2013“ untersuchte die HSH Nordbank die Entwicklung der Preise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt im vergangenen Jahr. Schwerpunkt der Untersuchung lag dabei auf 14 deutschen Großstädten. Für die Städte Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, München, Potsdam, Rostock, Schwerin und Stuttgart wurden sowohl die jeweiligen Marktentwicklungen innerhalb des Jahres aufgezeigt, als auch ein Ausblick auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen der jeweiligen Märkte gegeben.

Mietpreise besonders in Ballungszentren gestiegen

Insgesamt konnte der Mietmarkt in Deutschland 2012 eine positive Preisentwicklung verzeichnen. Der stärkste Preisanstieg konnte im Bereich der Erstbezugsmieten verzeichnet werden. So kletterten die Mietpreise bei erstmaligem Bezug einer Wohnung vergangenes Jahr im Bundesdurchschnitt um 4,8 Prozent. In Ballungszentren lag der Preisanstieg für Erstbezugsmieten aufgrund der starken Nachfrage sogar bei 6,0 Prozent. Die Bestandsmieten legten im Vergleich zu 2011 bundesweit um durchschnittlich 3,6 Prozent zu, in den Ballungsräumen stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um 4,3 Prozent. Im Städtevergleich der Bestandsmieten konnte in Bremen mit einem Plus von 8,7 Prozent der größte Zuwachs verzeichnet werden. Knapp gefolgt von Düsseldorf mit einer Preissteigerung von 8,3 Prozent und Stuttgart, wo die Bestandsmieten im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zulegen konnten. In den kommenden Jahren sei laut Studie mit einer Abschwächung der Mietsteigerungen zu rechnen. Denn die zu erwartende Abschwächung der Nachfrage werde in Kombination mit verstärktem Wohnungsbau für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sorgen.

 

externer Link zum Artikel:

www.immobild.de/markt-fuer-wohnimmobilien-verzeichnet-stabile-entwicklung/

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Bis zu 7500 Euro je Quadratmeter – FOCUS-Online-Test: Was kosten 80 Quadratmeter Wohnung in deutschen Großstädten?

Der Mietanstieg in den deutschen Großstädten verlangsamt sich, doch zum Kaufen werden Wohnungen immer teurer. Was kostet eigentlich eine Wohnung in Berlin, München und Co.? FOCUS Online hat den Test gemacht.

Wer eine Wohnung kaufen möchte, kommt in deutschen Großstädten mit dem Sparen kaum noch hinterher. Seit Jahren steigen die Preise für Eigentumswohnungen rasant. Die einen kaufen lieber, weil sie steigende Mieten fürchten. Die anderen wittern Inflationsgefahren und wollen ihr Geld in Substanz anlegen. Und in beiden Gruppen wird die Nachfrage durch niedrige Zinsen zusätzlich angeheizt.

Die teuerste Stadt ist und bleibt München. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag 2013 bei knapp 4800 Euro pro Quadratmeter. Seit 2008 ist er um knapp 2000 Euro angestiegen. Damals waren die Wohnungen in München mit 2.800 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise günstig. Überraschend: Hinter der bayrischen Landeshauptstadt kommt nicht etwa Hamburg, sondern Garmisch-Partenkirchen als zweitteuerste Stadt der Bundesrepublik. Und wer sich in Freiburg eine Wohnung kaufen will, muss im Schnitt auch noch 3.300 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen.

Bei all diesen Angaben handelt es sich immer um Durchschnittswerte. FOCUS Online wollte es genau wissen und begab sich in den elf größten deutschen Städten auf Wohnungssuche.

Gesucht wurde die folgende Musterwohnung:

– zentral gelegen – möglichst in Innenstadtnähe;

– rund 80 Quadratmeter;

– mit Balkon.

Die Suche erfolgte auf großen Internet-Plattformen wie Immoscout, Immowelt oder großen Regionalportalen.

 

Bekanntheit und Image beeinflussen Kaufpreise

Wer in Berlin wohnen möchte, hat viele Auswahlmöglichkeiten. Allein im Bezirk Mitte gab es in dieser Woche 15 Wohnungsangebote zum Kauf. Zentraler geht es kaum noch.

410.000 Euro kostet in Berlin die teuerste 80-Quadratmeter-Wohnung. Die günstigste liegt bei 220.000 Euro. Der Mittelwert aller dort verfügbaren Immobilien, die den Suchkriterien entsprechen, liegt bei knapp 350.000 Euro. Für die Stadtteile Prenzlauer Berg und Friedrichshain sind ähnlich viele Inserate zu finden. Obwohl die Lage ebenfalls sehr zentral und nicht weit von bekannten Plätzen wie dem Alexanderplatz entfernt ist, sind die Preise hier schon günstiger. Die teuerste Wohnung kostet 387.000 Euro, die Günstigste 149.000 Euro. Der Preisunterschied lässt sich durch Lageunterschiede und Sanierungsstand erklären. Die Durchschnittskosten für eine 80 Quadratmeter Wohnung liegt in diesen drei Bezirken bei rund 290.000 Euro. 

In Hamburg sind Wohnungen in den ausgewählten Kategorien für Preise zwischen 239.000 und 654.000 Euro zu haben. Zwischen Stadtteilen wie St. Pauli, Eimsbüttel oder Uhlenhorst variieren die Preise aufgrund der Bekanntheit und Beliebtheit des Viertels. Der Mittelwert liegt bei knapp 370.000 Euro.

München ist mit Abstand die teuerste Stadt im Test. Günstig kann man hier in der gewählten Kategorie keine Wohnung nennen. 300.000 Euro müssen Interessenten mindestens in die Hand nehmen. Ab 400.000 Euro geht es dann aber erst richtig los. In einzelnen Fällen wird das 80-Quadratmeter-Domizil sogar zu einem stolzen Preis von knapp 600.000 Euro angeboten. Das sind unfassbare 7500 Euro pro Quadratmeter.

 

In Leipzig günstig zu kaufen

Deutlich preiswerter ist der Immobilienerwerb im Ruhrgebiet: knapp 200.000 Euro für eine Wohnung in Dortmund erscheinen direkt passabel. Die Preise hier haben sich in den vergangenen Jahren kaum verändert, Preissteigerungen gab es nur selten.

Von den getesteten Städten fällt besonders Leipzig ins Auge. In den letzten drei Jahren sind die Preise in der Stadt leicht gestiegen. Trotzdem sind die Wohnungen hier im Vergleich zum Bundestrend extrem günstig. Wer ein Budget von 90.000 Euro hat kann dafür schon eine Dreizimmer-Wohnung mit 79 Quadratmetern und Balkon bekommen. Teurer geht es natürlich auch: auf bis zu 250.000 Euro. Im Vergleich zu anderen Städten ist das immer noch ein Schnäppchen.

 

Artikel-Quelle:

www.focus.de/immobilien/kaufen/

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Höchste Chance für Käufer – Vechta ist Topregion für Immobilien-Wertsteigerung

Immobilien in Niedersachsen und Bremen dürften nach einer Postbank-Studie weiter im Wert steigen. Als Top-Wachstumsregion sieht die Bank den Landkreis Vechta, der unter 402 untersuchten deutschen Landkreisen und Städten auf Platz 27 landet. 

Haushalte mit geringem Nettoeinkommen (bis 1700 Euro/Monat) könnten sich dort im Schnitt 105 Quadratmeter Wohnraum leisten, Durchschnittsverdiener (bis 2600 Euro) 179 Quadratmeter, teilte die Postbank am Montag bei der Vorlage der Prognos-Studie “Wohneigentum 2014” mit. Generell sei in drei von vier Regionen Niedersachsens und Bremen auch für Haushalte mit geringerem Einkommen der Kauf eines Hauses von mindestens 100 Quadratmetern finanzierbar. 

Bei der Studie wurde untersucht, in welchen Regionen Wohnraum “bezahlbar” ist. Dafür wurde angenommen, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt. Beim Kauf dagegen sollte die Finanzierungslast – bei einem Eigenkapitalanteil von 20 Prozent – nicht mehr als 40 Prozent des Einkommens ausmachen.  

Nur im Kreis Lüneburg, den Städten Osnabrück, Oldenburg, Bremen, Braunschweig und Wolfsburg sowie der Region Hannover stoßen Haushalte mit mittlerem Einkommen beim Erwerb eines 130-Quadratmeter-Hauses an ihre finanziellen Grenzen, fand die Postbank heraus. Den meisten Wohnraum fürs Geld gibt es demnach im Kreis Holzminden, wo sich auch Geringverdiener Häuser leisten können. In den Kreisen Leer und Aurich, zu denen auch vier ostfriesische Inseln gehören, gibt es fürs gleiche Geld nur eine 53 beziehungsweise 61 Quadratmeter-Wohnung. 

Dem Landkreis Vechta werden bis 2025 gute bis sehr gute Zukunftschancen eingeräumt. Er sticht damit in der Gesamtheit aller untersuchten Faktoren zu Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und sozialer Lage hervor. In dieser Rangfolge verweist er Wolfsburg, den Landkreis Cloppenburg, Oldenburg, das Emsland, Braunschweig, die Grafschaft Bentheim sowie Osnabrück, das Ammerland und den Landkreis Harburg auf die weiteren Plätze.
 
Homepage besuchen:
http://www.focus.de/

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Wohnungsknappheit in Berlin – ein Dauerbrenner

In Berlin, aber auch in den anderen Großstädten in Deutschland hat sich der Immobilienmarkt in den letzten 10 Jahren entscheidend verändert. Gut, München war und ist schon immer ein Hochpreisgebiet für Miete und Kauf, aber auch da erhöht sich der Druck weiterhin. Eine besondere Komponente, die bezahlbaren Wohnraum eher verknappt, ist der Trend, eine Immobilie in eine Ferienwohnung zu verwandeln. Gerade in Berlin oder Hamburg, wo der Tourismus boomt, ist das eine lukrative Vermarktungsmöglichkeit. Da sich der Wohnungsmarkt in Berlin ohnehin in den letzten Jahren stark verteuert hat, sowohl bei Mietobjekten als auch bei Kaufobjekten, wird nun von den Behörden gegengesteuert. Aufgrund des Regierungssitzes und der vermehrten Ansiedlung von Firmen und Dienstleistern hat sich die Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt erheblich verändert. War es noch vor 10, 15 Jahren kein Problem, eine günstige Wohnung in einer guten bis sehr guten Lage zu bekommen, muss man mit einem niedrigen Einkommen heutzutage wesentlich schlechtere Lagen in Kauf nehmen.

 

In Berlin muss mittlerweile jede Wohnung, die als Ferienwohnung vermarktet wird, angemeldet sein und die Genehmigung für diese Art von Vermietung kann jederzeit entzogen werden. Neue Ferienwohnungen werden nicht mehr genehmigt. Und es soll sogar soweit kommen, dass Ferienwohnungen ganz verboten werden sollen. Diese Masse an Ferienwohnungen hat nicht nur den Nachteil, dass dadurch Wohnraum knapper wird, sondern es gibt noch andere unangenehme Begleitumstände. Mieter von Ferienwohnungen sind oft nicht besonders rücksichtsvoll, sie müssen auch keinen Wert auf gute Nachbarschaft legen, da sie ja nach ein paar Tagen wieder abreisen. Gerade auf junge Leute übt Berlin einen großen Reiz aus, immerhin gilt Berlin als Party-Hauptstadt Europas. Und so kommt es immer vor, dass junge Berlin-Besucher nach einer durchzechten Nacht in der Ferienwohnung einfach weiter feiern und die anderen Mieter, die früh aufstehen müssen, massiv stören. Da kann es schnell mit der Begeisterung der Berliner für das Interesse an ihrer Stadt vorbei sein.

 

Trotz alledem ist Berlin weiterhin ein interessanter Immobilienmarkt. Wer über den Kauf einer Eigentumswohnung nachdenkt, sollte das Berliner Pflaster nicht übergehen. In Berlin Mitte kommen schon einige Objekte an Münchener Preise heran. Und es sieht nicht so aus, dass sich das in den Jahren ändern wird. Mehrere Faktoren sprechen für diese Prognose. zum Einen ist der Regierungssitz ein Garant für hohes Interesse an Immobilien in der Hauptstadt, zum Anderen werden viel zu wenig Wohnungen neu gebaut, um sich dem Wachstum anpassen zu können. Also, wie sagt man so schön? Berlin ist immer eine Reise wert, auch zur Orientierung auf dem hiesigen Immobilienmarkt.

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