Die Rechte von Wohnungseigentümern – Der Fluch der eigenen vier Wände

Leben in der eigenen Wohnung – für viele der Inbegriff von Freiheit, Glück und Unabhängigkeit. Nur ist dem leider nicht so. Das Gesetz nimmt Eigentümer heftig in die Pflicht. Die hässlichen Wahrheiten.

Wenn Träume Wirklichkeit werden, kann das ausgesprochen grausam sein. Bester Beleg dafür: der Traum vom Eigenheim. Ihm hängen fast 80 Prozent der deutschen Mieter nach. Sie alle hoffen, das belegen zahlreiche Umfragen, irgendwann einmal ein Eigenheim zu besitzen , und versprechen sich davon mehr Freiheiten bei der Gestaltung ihres Zuhauses. Auch die Aussicht, im Alter mietfrei wohnen und damit unabhängig sein zu können, ist ein gewichtiger Faktor.

Per se ein nachvollziehbarer Ansatz. Wer sich diesen Wunsch erfüllt, stellt aber schnell fest: Das Leben in den eigenen vier Wänden ist kein Garant für ein selbstbestimmtes Leben. Das gilt zumindest dann, wenn es sich beim Objekt der Begierde um eine Eigentumswohnung handelt. Denn die ist immer Teil einer größeren Anlage, in der auch andere ihr Zuhause haben. Eigentümer besitzen zwar eine Wohnung, ihr eigener Herr sind sie deshalb aber noch lange nicht. Im Gegenteil. „Der Gesetzgeber hat für diese Konstellation eine Vielzahl von Vorschriften erlassen“, sagt Gabriele Heinrich, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbraucherschutzvereins „Wohnen im Eigentum“. Und diese Vorschriften haben es in sich.

So kann ein Eigentümer – wenn die Teilungserklärung keine besonderen Regelungen vorsieht – keineswegs nach eigenem Gutdünken den Garten gestalten oder die Fenster austauschen. Auch wer in der eigenen Wohnung ein Büro einrichten will, muss mit Problemen rechnen. Nicht zu vergessen den Ärger, dem Wohnungseigentümer durch ihren Hausverwalter oder lästige Nachbarn ausgesetzt sein können. „Auch wenn Makler und Bauträger gerne etwas anderes behaupten: Der Kauf einer Eigentumswohnung bringt jede Menge Arbeit – und oft auch einigen Ärger – mit sich“, warnt Heinrich.

 
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